Energiekrise im Bundesamt für Energie überwunden

Am 21. Mai 2017 haben die Stimmbürger der Schweiz den Ausstieg aus der Atomkraft vor allem deshalb beschlossen, weil weder die Bundesrätin Doris Leuthard, noch die Mehrheit der Wähler über die Folgen informiert waren. Politiker und Medien haben sich von blinden und sinnamputierten „Experten“ wieder mal ein X für ein U vormachen lassen. Nur 9 Jahre und eine weitere Energiekrise später, hebt das Schweizer Bundesparlament den Entscheid aufgrund einer Neubeurteilung wieder auf. Die Linken und Grünen bekämpfen selbstverständlich die Rückkehr zur Vernunft mit einem Referendum, das war ja klar.

Beznau hat Risse

Seit vielen Jahren halten Atomkraftgegner erfundene Gerüchte um Risse und Löcher im Druckbehälter des AKW Beznau I am Köcheln. Entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fakten halten die NGOs SES und Greenpeace unbelehrbar an den behaupteten «Rissen» und «Löchern» fest, die schon in dieser Bezeichnung nichts mit realen Vorkommnissen in Beznau gemein haben. Mit grossem Aufwand hat die ENSI zweifelsfrei nachgewiesen, dass die gefundenen Aluminiumoxydeinschlüsse «… keinen negativen Einfluss auf die Sicherheit des Reaktor-Druckbehälters [haben]». Das hält die SES und Greenpeace nicht davon ab, ein Gefälligkeitsgutachten beim einschlägig bekannten, deutschen «Öko-Institut e.V.» zu bestellen, das mit allen Mitteln der Sinnverdrehung Zweifel an den Aussagen des ENSI streut. Entgegen der sonst auffälligen Zurückhaltung des Eidgenössischen Nuklearsicherheits-Inspektorat ENSI, äussert es sich dieses Mal klar und deutlich zu den konstruierten Falschaussagen und bösartigen Unterstellungen in der SES-Greenpeace-Studie: [B1223]

«[Die] NGO-Kritik am KKW Beznau ist unhaltbar. […] Darüber hinaus enthält die Stellungnahme des Öko-Instituts gravierende fachliche Fehler. So thematisiert das Öko-Institut in seiner Stellungnahme an insgesamt neun Stellen das Vorhandensein von Magnesiumsulfiteinschlüssen. Tatsächlich können Magnesiumsulfiteinschlüsse in Stählen von Reaktordruckbehältern, wie sie im KKW Beznau 1 verwendet wurden, absolut ausgeschlossen werden. ‘Es ist für uns schlicht unverständlich, dass eine für Experten offensichtliche Falschaussage in der Stellungnahme verbreitet wird.’»

Die unwissenschaftliche, von fachlichen Fehlern und Unterstellungen gezeichnete Studie des Öko-Instituts e.V. versteckt ihre fehlende Objektivität noch nicht einmal im irreführenden Titel «Materialfehler im hochversprödeten Reaktordruckbehälter des Kernkraftwerks Beznau Block 1». [M1313]

Die Schweiz braucht Kernkraft und die Kernkraft braucht Ihre Unterstützung

Die Schweizer Kernkraftwerke wurden in der Mitte der 1960-er Jahre als umweltfreundliche Alternative zu neuen Kohle- und Gaskraftwerken geplant. An ihrer hervorragenden Umweltverträglichkeit hat sich seit dieser Zeit nichts geändert. Sie haben sich alle als zuverlässige und sichere Kraftwerke bewiesen. Es gibt bis heute keine gefährlichen Unfälle oder wesentlichen Störfälle, welche die Natur, die Menschen oder die unmittelbare Nachbarschaft der Kernkraftwerke in Mitleidenschaft gezogen hätten. Der Strompreis ist konkurrenzlos günstig, die Zuverlässigkeit hoch und die Umweltemissionen geringer, als bei jeder anderen Technologie zur Umwandlung von Energie in Strom.

1969: Das KKW Beznau 1 geht als erstes kommerzielles Atomkraftwerk der Schweiz in Betrieb. 1971: Das KKW Beznau 2 folgt als zweiter Block am Standort Beznau. Diese ersten Atomkraftwerke der Schweiz helfen mit der Verteilung der Abwärme über die REFUNA auch seit Jahrzehnten, im Winter Häuser und Wohnungen wohlig warm zu halten. Diese tolle Option, die jedes Kernkraftwerk bieten kann, wird leider viel zu wenig eingesetzt. Abwärme nützen für Heizung, Warmwasser oder sogar Prozessenergie für thermochemische Verfahren – das kann nur die Kernkraft! Beznau macht uns das seit langer Zeit vor und kaum jemand scheint es zu bemerken. Die KKW Beznau 1 und 2 erzeugen pro Jahr durchschnittlich 4,5 Terawattstunden Strom. Seit der Inbetriebnahme bis 2026 demnach ca. 250 Terawattstunden.


1972: Das KKW Mühleberg nimmt den Betrieb auf. Es schaut seit damals für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung in der Westschweiz. Das KKW Mühleberg wurde leider im Zuge der Fukushima – Krise (Erdbeben, Tsunami und Havarie des KKW Fukushima Daiichi in Japan 2011) im Jahr 2019 „aus wirtschaftlichen Gründen„, wie der Betreiber damals sagte – definitiv vom Netz genommen. Es wird nun bis ins Jahr 2034 professionell zurückgebaut. Schon im Jahr 2022 mit der drohenden Energiekrise in Europa, verursacht durch den Ukrainekrieg, hätte man die Leistung von Mühleberg gerne wieder am Netz gesehen. Wenn Politiker und Unternehmer vor der Antiatomlobby einknicken, führt das genau zu solch unsinnigen und teuren Fehlentscheiden, wie die Abschaltung eines KKW Mühleberg, das sich bis zu seiner unnötigen Abschaltung in einem einwandfreien, sicheren Zustand befunden hat. Aus purem Unwissen hat die Schweizer Politik damals auf die Atomkraftgegner gehört, die dem KKW Mühleberg ernsthaft vorgeworfen haben, „… es hätte den gleichen Reaktortyp, wie in Fukushima …“. Heute wissen wir, dass das nur ein weiterer fauler Propagandaspruch der vereinigten Atomkraftwerkgegner war. Der Reaktortyp des KKW Mühleberg war tatsächlich technisch sehr ähnlich – aber die gesamte Risikoanalyse war nicht zu vergleichen und die längst installierten Sicherheitsmassnahmen des KKW Mühleberg haben beim KKW Fukushima schlicht und einfach gefehlt. Das KKW Mühleberg hat bis zu seiner Abschaltung im Jahr 2019 pro Jahr durchschnittlich 4,5 Terawattstunden Strom produziert. Seit der Inbetriebnahme 1972 bis 2019 demnach ca. 102 Terawattstunden. Hätte es der Betreiber BKW nicht zu früh und unnötig abgeschaltet, hätte es seit 2019 schon wieder 21 Terawattstunden liefern können. Eine Menge, wozu ein für Schweizer Verhältnis sehr gut bewindetes Windkraftwerk ganze 5’000 Jahre die Landschaft verschandelt, tausende Fledermäuse und viele Greifvögel getötet und am Ende niemals auch nur eine Sekunde die gleiche Stromqualität hätte liefern können, wie das ein KKW Mühleberg getan hat. Man glaubt es kaum … Und das in einer Zeit, als die KKW in Frankreich gerade häufiger gewartet wurden und deshalb fast zu wenig Strom im Netz Europas angeboten wurde. Man rechne und staune …


1979: Das KKW Gösgen wird ans Netz angeschlossen. Es hatte von Beginn weg etwa die dreifache Leistung, wie Beznau 1. Gösgen ist unter den stabilen und sicheren KKW wohl das sicherste. Es läuft seit damals dermassen störungsfrei, dass man die wenigen INES-Meldungen der Stufe 0 und 1 (absolut unkritisch, müssen aber dem ENSI trotzdem gemeldet werden) kaum erwähnen kann. Das KKW Gösgen hat bis zu 2026 pro Jahr durchschnittlich 8 Terawattstunden Strom produziert. Seit der Inbetriebnahme 1979 demnach ca. 376 Terawattstunden.


1984: Das KKW Leibstadt – das jüngste und leistungsstärkste AKW der Schweiz geht in Betrieb. Der Siedewasserreaktor ist etwas schwieriger zu steuern und weist deshalb auch etwas mehr Störfälle geringer Bedeutung aus. Eine Störungsmeldung der INES-Stufe 2 musste abgesetzt werden, weil es den Verdacht gab, einige Brennelemente seien nicht genügend gekühlt worden (Dryout). Die bei der Wartung gefundenen Ablagerungen hatten aber eine unkritische Ursache. Trotzdem war das KKW Leibstadt deswegen mehrere Monate abgeschaltet und durfte erst wieder „kritisch werden“, als das ENSI die Unbedenklichkeit dieses technischen Details festgestellt hat. Der Vorfall ist ein hervorragendes Beispiel, wie die Schweizer KKW beim kleinsten Zweifel an der Sicherheit handeln und die Ursachen wissenschaftlich abklären. Dieser im nachhinein „unkritische“ Vorfall hat den Betreiber einige Millionen CHF gekostet. Das strenge Vorgehen der Schweizer Aufsichtsbehörde war typisch und ist nur als völlig richtig zu bezeichnen. Das KKW Leibstadt hat bis 2026 pro Jahr durchschnittlich 9,5 Terawattstunden Strom produziert. Seit der Inbetriebnahme bis 2026 demnach ca. 399 Terawattstunden.

Unterstützung durch klare Positionierung in der Öffentlichkeit

Es ist leider immer noch schwierig, wenn man sich in der Öffentlichkeit als Verfechter einer sicheren Stromversorgung outet. Man kann heute jeden Blödsinn ins Internet stellen oder Mörder wie Ernesto Che Guevara und Fidel Castro verehren und wird dafür beklatscht. Wenn man sich für eine ehrliche Sache einsetzt und der sozialen Marktwirtschaft der Schweiz eine gesicherte Stromversorgung gönnt, wird man frech angemacht und von toleranten Aktivisten intolerant bedrängt. Das muss aufhören und dazu setzt man am besten ein klares Zeichen für eine vernünftige Energiepolitik. Empfehlung: Gut sichtbar ans Heck des Autos kleben und lange Zeit viel Freude daran haben. Das Signet wird international von allen Freunden der Atomkraft in ähnlicher Weise verwendet:

Kleber PVC, gute Qualität, rund 10cm Durchmesser, gratis, maximal 1 Stück pro an sich selbst adressiertes, und mindestens als B-Post frankiertes Couvert B6, senden an Joachim Kern, Sennhof 102, 5453 Remetschwil, Schweiz

Zustimmung zu Kernkraftnutzung in der Schweiz

Seit der Inbetriebnahme des ersten KKW in der Schweiz gibt es politische Gruppierungen, die sich gegen die Kernkraftnutzung wehren. In der direkten Demokratie der Schweiz ist es möglich, mittels Initiativen direkten Einfluss auf die Politik zu nehmen. Von dieser Möglichkeit machen Atomkraftgegner gerne Gebrauch. Die politische Linke hat es sich weltweit auf die Fahnen geschrieben, Atomkraft systematisch zu bekämpfen. Dabei haben sie nicht immer mit offenen Karten gespielt und schon gar nicht mit ehrlichen Fakten argumentiert. Es ist leider heute noch so, dass die Debatten nach wie vor entlang von Behauptungen und unbegründeter Angst geführt werden. Es ist seit den ersten Tagen der Anti-Atombewegung kaum eine Entwicklung der Argumente zu erkennen. Nach wie vor ist die Diskussion stark von einer ideologischen Komponente geprägt, die eine offene Diskussion oft behindert. Hier eine Liste der zur Abstimmung gebrachten Initiativen und was das Schweizer Stimmvolk dazu gestimmt hat:

  • 1979: Diese erste Volksinitiative wollte den Bau neuer Kernanlagen verhindern und die Betriebsbedingungen der bestehenden Werke erschweren. Sie wurde vom Schweizer Stimmvolk mit 51,2 Prozent Neinstimmen abgelehnt.
  • 1984: Die Volksinitiative «Für eine Zukunft ohne weitere Kernkraftwerke» forderte ein Verbot für den Bau neuer Kernanlagen. Auch sie scheiterte am Nein des Stimmvolkes (55 Prozent).
  • 1990: Die Volksinitiativen «Für den Ausstieg aus der Atomenergie» forderte nicht nur den Verzicht auf neue Kernkraftwerke, sondern auch die Stilllegung bestehender Anlagen, und zwar «so rasch als möglich». Die Vorlage wurde mit 52,9 Prozent abgelehnt, womit das Stimmvolk den Entscheid von 1984 bestätigte.
  • Die Volksinitiative «Stopp dem Atomkraftwerkbau (Moratorium)» wurde hingegen angenommen. Während zehn Jahren durften keine Rahmen-, Bau-, Inbetriebnahme- oder Betriebsbewilligungen für neue Einrichtungen zur Erzeugung von Atomenergie erteilt werden.
  • 2003: Die Volksinitiative «Strom ohne Atom – für eine Energiewende und die schrittweise Stilllegung der Atomkraftwerke» forderte erneut den Atomausstieg sowie die Stilllegung aller Schweizer Kernkraftwerke nach maximal 30 Jahren Betriebsdauer. Die Kernkraftwerke Beznau-1 und -2 sowie Mühleberg sollten sogar innerhalb zweier Jahre vom Netz gehen. Das Verdikt des Schweizer Stimmvolks fiel überaus deutlich aus: Zwei Drittel der Abstimmenden sagten Nein. Auch eine zweite Vorlage scheiterte an der Urne: Über 58 Prozent erteilten der Volksinitiative «MoratoriumPlus – für die Verlängerung des Atomkraftwerk-Baustopps und die Begrenzung des Atomrisikos» eine Absage.
  • 27. November 2016: Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» Absage mit über 54% Nein.
  • 21. Mai 2017: Ein Referendum gegen das neue Energiegesetz mit einem Neubauverbot für KKW wird abgelehnt. Das Neubauverbot wird angenommen.
  • 18. Juni 2026: Schweizer Parlament hebt AKW-Neubauverbot vom 21. Mai 2017 auf.
  • Aktuelles Referendum (2026): Eine Allianz aus SP, Grünen, GLP und Umweltverbänden bekämpft das Gesetz, welches den Bau neuer Atomkraftwerke in der Schweiz wieder zulassen soll.

Die Kernkraft erfährt seit ihrer Einführung im Jahr 1969 eine breite Zustimmung in der Bevölkerung. Interessant ist dabei, dass die Initiativen gegen Kernkraft in praktisch jedem Fall nach einer Atomhavarie stattgefunden haben. 1979 Three Mile Island, 1986 Tschernobyl, 2011 Fukushima. In den darauf folgenden heissen Diskussionen mit wenig Bezug zur Realität haben die Atomkraftgegner die politische Stimmung gegen Kernkraft sofort in politisches Kapital umgemünzt. Dabei wurde jeweils vergessen, dass diese Havarien technisch kaum mit der Sicherheitskultur des europäischen Kernkraftbetriebs und schon gar nicht der Sicherheitskultur des Kernkraftbetriebs in der Schweiz zu tun hatten. Die unehrliche Argumentation der Atomkraftgegner in dieser Zeit fällt heute auf sie selber zurück, weil die angedrohten Horrorvisionen und Gefahren durch die Linken NGOs und Parteien niemals auch nur annähernd zur Realität gefunden haben. Praktisch jede Behauptung der Atomkraftgegner, die sie schon vor Jahrzehnten und bis heute unverändert äussern, wurde durch die Realität und durch harte Fakten gründlich WIDERLEGT:

  • Gendefekte, Missbildungen, Unfruchtbarkeit und Leukämie bei Kindern. Das hat vor allem Angst bei jungen Eltern bewirken sollen: WIDERLEGT
  • Greenpeace zitiert im Buch „Das Greenpeace Handbuch des Atomzeitalters“ [L1022, Seite 291] die Anwohnerin des KKW Three Mile Island mit dem wohl erfundenen Namen Lane Lee: «Die Menschen hier sterben wie die Fliegen. Es wird von Tag zu Tag schlimmer. Die Frage ist nicht mehr, ob das Kraftwerk etwas damit zu tun hat. Jetzt geht es nur noch darum, wen es als nächsten erwischt und wann» – es gab keine Toten im direkten Zusammenhang mit der Havarie des KKW Three Mile Island. Auch keinen einzigen Fall von Strahlenkrankheit oder auffälliger radiologischer Belastung. WIDERLEGT
  • „Es gibt in 4 Jahren kein Uran mehr“ (ProNatura-Tagung Bern 2010, der Grüne Nationalrat Geri Müller: WIDERLEGT
  • «… wir haben die gleichen Reaktoren wie Fukushima …». [M2066, 9:33] Ursula Wyss von der SP: WIDERLEGT
  • „Fukushima wird 1’000’000 Todesfälle nach sich ziehen, ähnlich wie Tschernobyl“, 13. September 2013, Rudolf Rechsteiner, SP, an einem seiner vielen Vorträge: WIDERLEGT
  • Reaktordruckgefäss Beznau I hätte Risse und Löcher wegen Versprödung, ENSI weist Studie von SES und Greenpeace als „unwissenschaftlich“ zurück [B1223]. Die „Risse“ und „Löcher“ erweisen sich nach einem aufwändigen Nachweisverfahren der AXPO als Aluminiumeinschlüsse, die schon seit der Herstellung im Stahl waren: WIDERLEGT
  • Die inflationär benützte Behauptung, die Schweizer KKW Beznau 1 und 2 seien „Schrottreaktoren„, wurde durch Risikobericht zu Fukushima komplett als arttypische Verdrehung der Fakten durch Atomkraftgegner WIDERLEGT.
  • Das Entsorgungsproblem des Atommülls sei nicht gelöst: Mit dem von Atomkraftgegnern und einknickenden bürgerlichen Politikern beschlossenen Verbot der Wiederaufbereitung der verwendeten Brennstäbe in der Schweiz, wird die Menge an Atommüll nur grösser. Die Entsorgung ist entgegen der landläufigen Meinung auf dem besten Weg einer guten Lösung. Endlager sind längst geplant, bereits im Bau oder in vielen Fällen auch schon in Betrieb. Lösungen hat es also mehr als genug. Sie werden ausgerechnet von den Atomkraftgegnern verhindert, mit den gleich verlogenen Mechanismen, wie sie durch Anti-Atom-Aktivisten auch gegen die Kernkraftnutzung zum Einsatz kommen. Auch dieser Vorwurf der Kernkraftgegner ist längst WIDERLEGT.

Niemand muss Angst haben vor der seriösen Nutzung der Kernkraft, wie das in der Schweiz schon seit Anbeginn der KKW-Geschichte praktiziert wird. Seit Jahrzehnten verängstigen uns Aktivisten der Umweltbewegung mit ihren konstruierten Horrorgeschichten. Es ist leider ein klares Muster, das wir hier sehen: Lügen, Betrügen, Behaupten, Konstruieren. Wer keine greifbaren Fakten hat, muss sie erfinden. Es ist wohl dieses Muster, das die Stimmbevölkerung der Schweiz mittlerweile erkannt hat. Im Detail nachzulesen im Buch „Entwarnung, Geschichte, Ursache und Wirkung des Umweltaktivismus„.

Mimi ist angewidert von Aktivisten, die meinen, sie hätten das moralische Recht, ihre konfuse Ideologie mittels Angstmacherei und Panik in der Form von politischer Propaganda zu verbreiten. Ihre ideologische Blindheit wird mit dem Mittel der Verlogenheit, ihr unrealistischer Selbstbetrug ohne jede Selbstkritik mit stolzer Überzeugung in der Welt verbreitet. Widerspruch lassen sie auf keinen Fall gelten. Sie fordern von ihren politischen Gegnern Toleranz und Verständnis, selber leben sie die sturste Form von Intoleranz und Hass. Solche Geister handeln im eigentlichen Sinn des Begriffs menschenverachtend, gegen jeden Anstand und der gebotenen Vernunft, die in einer zivilisierten Gesellschaft so wichtig sind. Sie leben in einer grünlinken Blase des neuen Gutseins und bemerken nicht, wie sie den offenen Blick auf die Gesellschaft und Realität längst an einen sie kontrollierenden Gruppenwahn verloren haben. Sie sind nicht mehr in der Lage zu bemerken, dass sie damit selber zu den Totengräbern der offenen, toleranten und demokratischen Gesellschaft geworden sind.

Die Atomhavarie „Fukushima“

Balthasar hört immer wieder, wie Kernkraftwerke „gefährlich“ seien. Als allererstes Argument wird dann die Atomhavarie im KKW Fukushima angeführt. Neben der älteren Atomhavarie bei Tschernobyl in der Sowjetunion (heute Ukraine) wird sie oft als Beispiel der Gefährlichkeit der Nutzung von Atomkraft erwähnt. Auch Balthasar ist der Meinung, man müsse sich gut überlegen, ob man das Risiko eingehen will, ein Atomkraftwerk zu bauen und zu betreiben. Denn Eines ist sicher: Ein Restrisiko ist immer vorhanden und es kann auch aus wissenschaftlicher Sicht niemals ein absolutes „Unmöglich“ geben. Wie uns der Atomphysiker Alwin M. Weinberg [M1257] schon vor Jahrzehnten zum Thema Restrisiko erklärt hat, gibt es für alle Vorgänge der menschlichen Gesellschaft kein Nullrisiko. [L1117, Seite 5] Der Wunsch nach einem Nullrisiko ist die Formulierung einer Illusion und gründet auf der Risikoanalyse unter Anwendung des dafür nicht geeigneten Worst Case Szenario.

Mimi, die Katze der Familie Meier ist sich sicher, dass die Atomhavarie bei Fukushima ein Fanal der Kernkraftgeschichte darstellt. Wie Mimi schon selber gelesen hat, geschah das Unglück am 11. März 2011 um 1446 Uhr Lokalzeit.

[Artikel teilweise mit Auszügen aus dem Buch „Entwarnung, Geschichte, Ursache und Wirkung des Umweltaktivismus]“

Nordjapan wurde vom viertstärksten je registrierten Erdbeben erschüttert. Bei 38.3 °N, 142.4 °E, 130 Kilometer vor der Küste von Sendai, Ost-Südost der Insel Oshika, in einer Tiefe von 24 Kilometern. Das später unter dem gleichen Namen wie die japanische Region «Tōhoku» [M1002] bekannte Erdbeben wurde durch eine massive Verschiebung der drei vor Japan zusammenstossenden Kontinentalplatten ausgelöst. [B1095] Das Erdbeben entwickelte im Epizentrum die tausendfache Energie der Atombomben auf Hiroshima oder Nagasaki und verursachte mehrere Tsunamis. Die grössten Schäden traten an der Infrastruktur auf. Strassen, elektrische Leitungen, Wasser- und Abwasserleitungen barsten ob der Gewalt der Erdstösse, die beim Hauptbeben immerhin 3 Minuten andauerten. Japan wurde ein paar Meter nach Osten verschoben und die lokale Küstenlinie senkte sich um einen halben Meter. Die Tsunamis überfluteten grosse Küstenstreifen bis weit ins Land hinein. Durch das starke Erdbeben und die beiden Riesenwellen starben in der Folge etwa 20’000 Menschen.

Da alle japanischen Atomkraftwerke seismisch überwacht werden, schalteten sich die Reaktoren automatisch ab. Minuten nach dem Erdbeben befanden sich die Reaktoren im stabilen Status «Hot Shutdown». Es hätte nur noch die Restwärme abgeführt werden sollen, die noch einige Monate nach dem Abfahren eines nuklearen Reaktors entsteht. Die seismische Belastung des AKW Fukushima Daiichi erreichte 550 Gal [M1053] (=5.5 m/s2). Dadurch wurde die «Maximum response acceleration design basis», Maximum Considered Event MCE, die maximal zulässigen Beschleunigungskräfte bei Erdbeben in ost-westlicher Richtung nach der Japanischen Untersuchungsbehörde NAIIC um über 100%, nach Angaben der World Nuclear Association immerhin um 20% überschritten, ohne dass wesentliche Schäden an den Gebäuden entstanden sind. [B1061]

41 Minuten nach dem Hauptbeben kam der erste von mehreren Tsunamis an der Küste an und bäumte sich beim AKW Fukushima Daiichi zu einer Welle von 14 Metern Höhe auf. Die Welle überwand die mit 5.7m Höhe zu tief gebaute Tsunamimauer ohne nennenswerten Widerstand. In der Folge wurden alle elektrischen Schaltanlagen, Dieselgeneratoren und Kühlwasserpumpen überflutet und beschädigt. Das AKW Fukushima Daiichi erwies sich als seismisch stabil. Drei TEPCO Mitarbeiter starben durch den direkten Einfluss des Erdbebens und den nachfolgenden zwei Tsunamis. Die gesamte Stromversorgung und jede redundante Sicherheitsstufe wurden zerstört. Die längst bekannten Sicherheitsmängel des AKW Fukushima Daiichi, die von den Betreibern nie korrigiert wurden, führten zur Kernschmelze in mehreren Reaktoren. [L1003] Weil die Reaktorkerne nicht genügend gekühlt wurden, entstand in den Druckbehältern durch eine Reaktion mit der Ummantelung des Brennstoffes Wasserstoff. Der dadurch erhöhte Druck in den Reaktordruckgefässen musste entlüftet werden. Im Reaktorgebäude reicherte sich der Wasserstoff zu einem explosiven Knallgasgemisch an. Die leichten Gebäudehüllen wurden durch mehrere Explosionen regelrecht weggeblasen. Die radioaktiven Stoffe gelangten unkontrolliert in die Atmosphäre um die Region Fukushima.

Das ist ja schrecklich! Balthasar ist jetzt schon mal ziemlich sicher, dass er so ein Kernkraftwerk niemals in seiner Nähe haben will. Aber wie konnte eine zivilisierte Gesellschaft wie Japan solche Zustände, ein dermassen grosses Risiko nur zulassen? Balthasars Interesse ist geweckt. Da kann doch so einiges nicht in Ordnung gewesen sein, mit diesem KKW Fukushima Daiichi! Er beschliesst, zusammen mit Mimi diesen Umständen etwas genauer auf den Grund zu gehen. Denn wenn die KKW in der Schweiz oder Europa ebenfalls solche Risiken bieten, würde er sich bestimmt total gegen die Kernkraft entscheiden.

Weil die Risikobeurteilung kurz nach der Atomhavarie eingehend untersucht wurde, findet Balthasar und Mimi ein hervorragendes Dokument dazu. Es ist leider ganz in Englisch gehalten. Aber Balthasar will sowieso etwas mehr Englisch lernen, da hat er gleich eine gute Möglichkeit. Und die vielen Übersetzer und die KI können gut helfen …

Mimi ladet das Dokument also mal runter. Es nennt sich etwas kompliziert „A Probabilistic Risk Assessment Practioner looks at the Great East Japan Earthquake and Tsunami“ [B1028]. Als Ergänzung lesen sich beide auch durch die aktuellen Informationen der „World Nuclear Association“ zum Thema Fukushima [B1061]. Sie wollen sich streng an die offiziellen Untersuchungsberichte halten, weil sie jede Interpretation durch NGO, Atomlobby und Atomkraftgegner meiden wollen. Denn während die Einen verharmlosen, übertreiben die Anderen unverschämt und erfinden manchmal regelrechte Horrorgeschichten, die gar nicht nötig wären. Der damalige Atomunfall, da sind sich wohl alle einig, genügt in seiner sachlich beschriebenen Wirkung auch ohne Unter- oder Übertreibung für eine spannende Geschichte!

Das ist eine Heidenarbeit an der Balthasar mehrere Tage arbeiten und lesen muss. Mimi hilft mit und diskutiert die Zwischenergebnisse mit Balthasar kritisch. Sie arbeiten beide schon ganz wie Wissenschaftler. Am Ende finden sie heraus, welches die ursächlichen Sicherheitsprobleme des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi waren:

  • Die Betreiberfirma Tepco hat die von der Japanischen Atomaufsicht geforderten Verbesserungen nie umgesetzt.
  • Schon Jahre zuvor hat Tepco eindeutige Warnungen Europäischer Kernkraftexperten in den Wind geschlagen [L1003]
  • Tepco hat sogar eine Delegation zum 1979 havarierten KKW Three Mile Island gesendet, auch aus dieser Havarie haben die Japaner damals nichts lernen können. Ein wesentlicher Fehler von Three Mile Island war die schlechte Kommunikation zwischen der Atombehörde DOE in den USA und den Betreibern von Reaktoren des Herstellers Babcock & Wilcox.
  • Es gab kein „Containment“ aus Stahlbeton über den Reaktoren. Solche Containments sind bei allen westlichen Reaktoren Standard und haben im Fall von Three Mile Island eine hohe Emission von radioaktiven Stoffen verhindern können. Im KKW Fukushima Daiichi musste eine ganz normale Industriehalle als „Wetterschutz“ genügen.
  • Rekombinatoren, die hätten verhindern können, dass aus dem entstandenen Wasserstoffgas im Reaktorgebäude eine hochgefährliche Menge an Knallgas entsteht, fehlten gänzlich.
  • Filter, die den Austritt gefährlicher Radioisotope wie Cäsium 137, Strontium 90 und Jod 31 verhindern sollen, gab es für die notwendige Entlüftung der drei betroffenen Reaktoren NICHT.
  • Die Mauern, die den drohenden Tsunami hätte vom KKW Fukushima Daiichi fernhalten sollen, waren für eine Wellenhöhe von 6 Metern ausgelegt. Die Prognosen für einen Tsunami lagen aber schon 1 Jahr vor dem starken Erdbeben bei einer Höhe von 15 Metern. Einer der zwei anrollenden Tsunamis am 11. März 2011 hatte denn auch exakt diese Höhe (unterschiedliche Angaben in der Literatur von 14-16 Metern).
  • Die elektrischen Installationen des KKW Fukushima waren nicht angemessen für einen Tsunami dieser Wellenhöhe geschützt. Weil alle Transformatoren für die Stromversorgung mehrere Minuten unter Wasser standen, konnten die Dieselmotoren für die Notstromversorgung nicht gestartet werden. Ein etwas höher gelegener Diselgenerator konnte in Betrieb genommen werden. Das verhinderte aber nicht, dass die Kühlung der Reaktoren 1-3 genügend lange aufrechterhalten werden konnte. Eine kurze Zeit nach der Havarie konnte die Kühlung der Brennstäbe gewährleistet werden, weil eine grosse Batterie noch etwas Strom liefern konnte.
  • Eine Stromverbindung zum langsam wieder funktionierenden Netz Japans konnte nicht funktionieren, weil die Infrastruktur dafür zu stark beschädigt war und Japans Stromnetz fatalerweise auch noch über zwei unterschiedliche Netzfrequenzen betrieben wird (50 und 60 Hz).

Ein riesiges Glück bei der Sache war, dass die Reaktoren 4-6 teilweise schon wochenlange für Wartungsarbeiten in den Status „Cold Shutdown“ gebracht waren. Sie brauchten kaum noch Kühlung und havarierten deshalb auch nicht. Die geschürte Angst um das Kühlbecken 4, Gegenstand eines medialen und aktivistischen Horrorszenarios während einigen Tagen, hat sich im Nachhinein als von Aktivisten und Medien absichtlich formulierte Hysterie entpuppt. Der Reaktor 4 und seine verschütteten Brennstäbe waren nie in Gefahr einer Kernschmelze wegen fehlender Kühlung.

Mimi hat sich darüber auch schlau gemacht. Ein Gesellschaftliches Problem, das man so nur in der Japanischen Gesellschaft findet, kann als Hauptursache die vielen Unterlassungen rund um die Organisation des KKW Fukushima erklären. Mimi findet dafür sogar den offiziellen Namen: «amakudari» bedeutet «vom Himmel herabsteigen». In der westlichen Managerwelt gibt es das in der Form des «Fallschirms», wenn ein hoher Manager aus irgendwelchen Gründen die Firma verlassen muss. In der Wirkung ist der japanische Fallschirm aber ein wenig anders angelegt, als in der westlichen Zivilisation. In Japan bekommt der alternde Politiker keine finanzielle «Abfindung für den sorgenlosen Lebensabend», sondern gleich einen sehr einflussreichen Posten als Manager eines grossen Industriekonzerns. Bei TEPCO war das auch so. TEPCO lebte eine besonders intensive Tradition als Auffangbecken pensionierter Politiker. In den 1990-er Jahren gab es einige rituelle Rücktritte als Folge von Fehlern im Bereich der Atomkraft. Dabei fallen gefälschte Meldungen an die Regulationsbehörde und Beschönigungen von Eintragungen in die Logbücher und Rapporte besonders auf. Die alternden, japanischen Politiker gewinnen beim Abstieg vom Himmel noch an Einfluss, während die westlichen Altmanager endlich durch frische Kräfte ersetzt werden. Der Präsident der später einberufenen Kommission Nuclear Accident Independent Investigation Commission NAIIC, Kiyoshi Kurokawa, sagt dazu: [B1062, Seite 9]

 «… Peinlicherweise muss zugegeben werden, dass dieses Desaster ‘Selbstverschuldet’ ist. Die Gründe findet man in den tief verwurzelten Regeln der Japanischen Kultur. Unser reflexartiger Gehorsam bei Fragen der Autorität, unsere Hingabe zur Befolgung ‘des Programms’, unser Gruppen- und Inseldenken. Die Denkweise der Regierung und der Industrie verhinderten das Land, die Lektionen aus Three Mile Island und Tschernobyl zu lernen. Die Konsequenzen der Nachlässigkeit bei Fukushima sind eine Katastrophe. Aber diese Denkweise findet sich in ganz Japan. Wenn wir das anerkennen, muss doch jeder Japanische Bürger seine eigene Verantwortung als Indviduum in einer demokratischen Gesellschaft wahrnehmen. …»

Balthasar gewinnt immer mehr den Eindruck, dass die Atomhavarie in Japan sich nicht mit den Risiken westlicher Kernkraftwerke vergleichen lässt. Es gab zwar zu Beginn der westlichen Kernkraftnutzung auch ein paar Probleme, die alles andere als „harmlos“ daherkamen. Im Unterschied zu Japan wurden aus ihnen aber konsequent Lehren gezogen, was zu einem stabilen und weitgehend unfallfreien Betrieb seit Anfang der 1980-er Jahre geführt hat. Auch in westlichen und selbst in schweizerischen Kernkraftwerken gibt es immer wieder einmal eine Störung. Für die Einordnung dieser Störfälle gibt es eine exakte Liste mit dem Namen INES (International Nuclear and Radiological Event Scale INES [M1285]. Kernkraftnutzung ist eine hochkomplexe Technologie. Schon kleinste Störungen müssen über die staatlichen Sicherheitsbehörden gemeldet und exakt erforscht werden (In der Schweiz das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI). Die von westlichen Kernkraftwerken gemeldeten Störungen bewegen sich in der Regel in einem rein informativen Bereich, wo noch lange keine Gefahr für die Bevölkerung besteht. Die INES ist aber Gegenstand eines eigenen Artikels auf dieser Plattform. Aktivisten gegen Kernkraft und ihre Organe bezeichnen gerne schon absolut unkritische Störfälle der Stufe 0 und 1 als „Störfall“ in den Medien und konstruieren damit gerne eine politisch missbrauchte „Gefahr“ für die Bevölkerung.

Balthasar ist nun gut informiert. Der Aufwand hat sich gelohnt. Er muss sich keine Sorgen machen um das Kernkraftwerk vor seinem Fenster. Denn die Schweizer KKW erfüllen alle Punkte der Sicherheit und kein einziges Risiko des KKW Fukushima findet sich bei einem Schweizer KKW. Und ganz interessant: Schon zu Zeiten der Atomhavarie bei Fukushima, im Jahr 2011 hat kein einziges KKW der Schweiz auch nur einen der Risikopunkte des KKW Fukushima geteilt. Die Schweizer KKW wurden von Beginn der Planung an aufwändig und fortlaufend mit dem Schwerpunkt Sicherheit weiterentwickelt. Balthasar und Mimi sind stolz auf ihre selbsterarbeitete Erkenntnis und nehmen sich vor, diese wunderbare Kraftwerkstechnologie und auch die Geschichte der Schweizer KKW noch besser kennen zu lernen. Sie finden dazu sehr detaillierte Angaben zu den Atomhavarien und Angaben und Links zu weiterführender Literatur im Buch „Entwarnung“, ISBN 9 783952 52933 1

Erleiden Kinder in der Nähe von Kernkraftwerken vermehrt Leukämie?

Bisher sind dazu 3 Studien unterschiedlicher Aussagekraft und Qualität bekannt. Die erste und wohl am meisten beachtete Studie ist die Studie „KiKK“ (Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken, [B1070]. Sie wurde vom deutschen Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegeben und im Jahr 2007 mit staatlichen Mitteln erstellt. Durch die Portierung über verschiedene einseitig argumentierende NGOs, Medien und Stiftungen im deutschsprachigen Raum Europas wurde sie bis zu ihrer vollständigen Demontage durch zwei wissenschaftlich wesentlich fundiertere Studien zum „Quasi-Standard“ der Diskussion um die Gefährlichkeit von Kernkraftwerken. Sie wurde damit zur Quelle riesiger Ängste von Eltern um ihre Kinder. Die Studie geistert noch heute durch alle Diskussionen, ihre verängstigende Aussage ist kaum mehr aus den Köpfen junger Eltern zu bringen. Sie weist massive methodische Fehler und Unterlassungen auf. Sie kann beim besten Willen nicht als „wissenschaftlich“ bezeichnet werden, sondern ist ein typischer Auswuchs der weitverbreiteten Propaganda der extremen Atomkraftgegner in deutschen Behörden, Medien, Stiftungen und NGOs. Sie ist auch ein typisches Beispiel, wie „Wissenschaftlichkeit“ von Atomkraftgegnern konstruiert und missbraucht wird. So kommt die Studie mit konstruierten Daten und vielen Pseudoerkenntnissen zum fatalen Fehlschluss: „Die vorliegende Studie bestätigt, dass in Deutschland ein Zusammenhang zwischen der Entfernung des Wohnorts vom nächstgelegenen Kernkraftwerk zum Zeitpunkt der Diagnose und dem Risiko besteht, vor dem fünften Geburtstag an Krebs (oder Leukämie) zu erkranken.“ [B1070], Seite 19

In der Einführung zur KiKK-Studie zeigt sich schon die vorsichtige Distanzierung des Bundesamtes für Strahlenschutz: „[…] Das BfS übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, die Genauigkeit und Vollständigkeit der Angaben […]“. Es scheint, niemand hat diese Studie je wirklich gelesen, geschweige denn „studiert“. Es fällt jedem aufmerksamen Leser sofort auf, dass hier etwas nicht stimmen kann. Die beschriebene Methodik zeigt, dass weder Aufenthaltsdauer, noch Windrichtung des Wohnorts noch effektive Messwerte der Strahlenbelastung berücksichtigt wurden. Die unter anderem erwähnte Studie zu den Verhältnissen um die Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield GB kann als Vergleich nicht annähernd funktionieren, weil da die Strahlenbelastung nachweislich wesentlich höher ausgefallen ist und mit dem direkten Ausstoss eines regulären KKW nicht verglichen werden kann. Es handelt sich bei der KiKK-Studie um ein Beispiel für die in den Atomkraftgegnerkreisen oft angewendete Unterordnung von Wissenschaft namens „Agenda-Wissenschaft„. Sie ist nach allen gängigen Auslegungen des Begriffs „Wissenschaft“ näher am exakten Gegenteil davon. Denn eine wissenschaftliche Arbeit, die einer z.B. politischen oder technischen Agenda folgt, kann nicht objektiv auf die Fakten eingehen, weil sie unliebsame Fakten im Vornherein ausschliesst.

Eine belastbare, wissenschaftliche Schweizer Studie namens CANUPIS kommt im Jahr 2013 zu folgendem Schluss: „Zusammenfassend ergab diese landesweite Kohortenstudie – unter Berücksichtigung von Störfaktoren und unter Verwendung der exakten Entfernungen zwischen den Wohnorten bei Geburt bzw. Diagnose und den nächstgelegenen Kernkraftwerken – kaum Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Risiko für Krebserkrankungen im Kindesalter und dem Wohnen in der Nähe von Kernkraftwerken.“ [B1030, Seite 12]

Eine kanadische Studie bestätigt die Erkenntnisse der Schweizer Studie im Jahr 2013 später: „Es gibt keine Hinweise auf Häufungen von Krebserkrankungen bei Kindern (insbesondere Leukämie) in der Nähe der drei untersuchten Kernkraftwerke in Ontario (Pickering, Darlington und Bruce). Insgesamt lässt sich für keine der Altersgruppen und an keinem der drei Standorte ein einheitliches Muster einer erhöhten Krebsinzidenz feststellen; dieses Ergebnis steht im Allgemeinen im Einklang mit früheren Studien.“ [B1055, Seite 19]

Rea und Louisa sind erleichtert. Es gibt keinen Grund, Angst vor ihrem Kernkraftwerk zu haben. Weder für Ria noch für Louisa besteht eine Gefahr durch den nahen Betrieb irgendeines Kernkraftwerkes.

Mimi ist von der Verantwortungslosigkeit korrupter Wissenschaftler äusserst enttäuscht und verärgert. Sie meint, wie kann man mit gutem Gewissen solche Ängste in der Bevölkerung verbreiten, wie das Atomkraftwerksgegnern nahe stehende Organisationen und Wissenschaftler tun? Das ist an Unseriosität nicht mehr zu überbieten und sollte dringend als Straftatbestand gemäss Artikel STGB 258 [B1038] bestraft werden. Drei Jahre im Knast darüber nachdenken, was solch falsche Behauptungen in der Bevölkerung anrichten, wäre eine angebrachte Auszeit, um sich als Atomkraftgegner und korrupter Wissenschaftler zu überlegen, was man in Zukunft besser machen könnte im Leben. Zum beispiel: Ehrliche Wissenschaft betreiben.

Bericht zum Rückbau KKW Mühleberg

Seit 2019 ist das KKW Mühleberg abgeschaltet. Kurz darauf hat der Rückbau begonnen, der ca. 1 Milliarde CHF kosten wird. Das Geld dafür wurde – wie in der Schweiz Vorschrift – während dem Leistungsbetrieb bis 2019 in einen Fond einbezahlt und belastet die Steuerzahler deshalb nicht. Bezahlt wurde der Rückbau von den Stromkunden über den Strompreis, der beim KKW Mühleberg auf günstige CHF 0.03 bis 0.06 (6 Rappen / KWh) eingestellt hat. Die Rückbauarbeiten sollen im Jahr 2034 abgeschlossen werden. Auf dem Gelände soll nach Angaben der BKW eine grosse Speicherbatterie für das Stromnetz gebaut werden.

Zum Bericht der NZZ vom 15. August 2026

Wie teuer ist Kernkraft?

Jana hat von ihren Freunden in der Schule gehört, neue Kernkraftwerke seien unbezahlbar teuer und deshalb könne man gar keine mehr bauen. Auf die Frage, was denn so teuer daran sei hat sie aber keine Antwort bekommen. Der Lehrer erklärt ihr, es gäbe da ein gutes Beispiel in Nordeuropa. Das dortige Kernkraftwerk sei sehr teuer geworden, die vorgegebene Bauzeit wurde mehrmals überschritten und die ursprünglich angegebenen Baukosten seien auch um ein Mehrfaches höher ausgefallen, als erwartet.

Jana schaut nun selber im Internet nach und findet die ersten Antworten. Dieses Kernkraftwerk ist seit April 2023 als leistungsstärkster Reaktor Europas in Betrieb und trägt den Namen Olkiluoto 3. Es hat am gleichen Ort, mit dem gleichen Namen mehrere Kernkraftwerke. Die Blöcke 1-2 sind schon einige Jahre in Betrieb. Scheinbar haben die Freunde und auch der Lehrer lediglich den neuen Block 3 kritisiert, der ist nämlich schon etwas teuer geworden, wie es scheint. Es hat sagenhafte 11 Milliarden Euro gekostet und die Bauzeit betrug 19 Jahre seit der ersten Ausschreibung im Jahr 2003!

Mimi ist auch da und meint, dass diese Aussagen schon stimmen würden, sie hätte das ebenfalls gehört. Es sei ja auch überall diskutiert worden und es gäbe dazu keine widersprechenden Angaben von offizieller Seite. Olkiluoto ist also scheinbar ein schlechtes Beispiel, ja geradezu abschreckend, wenn man die Sache kurzfristig und nur aus der Sicht eines Investors anschaut. Wer hat denn schon 11 Milliarden Euro in der Portokasse, sehen wir mal von Bill Gates oder Elon Musk ab!

Mimi meint aber, es gäbe wohl andere Aspekte, die den hohen Preis mindestens erklären könnten. Und die sind gar nicht so unwichtig:

  • Ein Kernkraftwerk ist eine gefährliche Sache, wenn man es billig bauen oder günstig betreiben will. Hier gibt es einen klaren Widerspruch bei den AKW-Gegnern, wenn sie Kernkraft generell als „gefährlich und unsicher“ bezeichnen und dann den Preis für die Sicherheit auch wieder kritisieren. Sicherheit hat speziell bei Kernkraftwerken die oberste Priorität. Niemand will ein Kernkraftwerk vor der Haustüre oder überhaupt ein Kraftwerk, das auf Kosten der Sicherheit etwas günstiger gebaut wurde. Die OSCE (Organisation for security and cooperation in Europe) prognostiziert die Kosten für zwei entsprechende Kernkraftwerke für die Schweiz von Beginn weg auf 12-13 Milliarden CHF. Das ist pro KKW zwar etwas weniger als beim KKW Olkiluoto. Entscheidend ist aber auch die Planungsqualität und die politischen Umstände in einem Land.
  • Läuft dann ein KKW mal sauber und sicher, produziert es über ca. 60 Jahre zuverlässigen und günstigen Strom. Die hohen Baukosten verteilen sich auf diese Laufzeit und relativieren selbst die horrende Summe von 11 Milliarden Euro problemlos. Es ist übrigens interessant, wie die Stromkosten in Finnland, dem Land in dem das KKW Okiluoto seinen Strom produziert, mit dem Produktionsstart von Olkiluoto 3 um 75% gesunken sind. Die Abhängigkeit von russischem Strom konnte Finnland darauf komplett sistieren. Finnland hat heute auch wegen des Angriffskriegs von Russland gegen die Ukraine keine elektrische Netzverbindung mehr mit dem östlichen Nachbarland.
  • Die Bauzeit ist ebenfalls abhängig von Planung und einer klaren Energiepolitik. Es sind oft die gleichen Geister, die eine extrem lange Bauzeit für KKW reklamieren und gleichzeitig die Umsetzung mit allen denkbaren Mitteln behindern. Experten sehen eine drohend lange Bauzeit nicht als Hindernisgrund für den Bau neuer KKW: Nuklearforscher Andreas Pautz: «Es ist möglich, ein Kernkraftwerk in fünf Jahren fertigzustellen»

Nun fragt sich Jana, ob es wirklich wahr ist, dass Kernkraft so teuer ist, wie ihre Schulkollegen meinen. Die richtige Antwort könnte sein, dass der Bau und selbst der Betrieb eines Kernkraftwerks schon teuer ist. Das darf man ruhig so sagen. Aber entscheidend ist am Ende, wie teuer der Strom ist, der durch so ein Kernkraftwerk produziert wird. Da müssen wir wohl einfach die bestehenden Kernkraftwerke der Schweiz betrachten. Wie teuer ist denn dieser Strom heute pro Kilowattstunde (KWh), nach einigen Jahrzehnten des sicheren und zuverlässigen Betriebs?

  • Das KKW Gösgen produzierte im Jahr 2024 den Strom für 4,44 Rappen / KWh
  • Das KKW Leibstadt produziert den Strom zum durchschnittlichen Preis von 4,9 Rappen / KWh
  • Das KKW Beznau produziert Strom zwischen 4 und 7 Rappen /Kwh

Im Vergleich mit anderen Produktionsarten ist das durchgehend günstiger. Berücksichtigt man noch die anfallenden Netzkosten der Erneuerbaren wie Photovoltaik oder Windkraft ist die zuverlässig liefernde Kernkraft nach wie vor konkurrenzlos günstig. Dazu kann man auch sagen, dass Kernkraft keine staatlichen Subventionen erhält und auch die entstehenden Entsorgungs- und Rückbaukosten von den KKW-Betreibern der Schweiz selber getragen werden und bereits in einem Fonds einbezahlt sind. Hierzu gibt es auch einen direkten Kostenvergleich zwischen dem KKW Three Mile Island und KKW Leibstadt aus dem Buch Entwarnung, die beide für das Verständnis die Nachteile von (in diesem Fall) Windkraft gegenüber Kernkraft aufzeigen:

[ folgende zwei Titel sind ein Auszug aus dem Buch ]

Kostenvergleich AKW Three Mile Island

Das AKW Three Mile Island hat seit 1974 bis zu seiner Abschaltung am 30. September 2019 eine Strommenge von 186’181 GWh produziert. Um diese Menge Strom mit Windkraftwerken zu produzieren, bräuchten 1’000 grosse Windkraftanlagen die gleiche Betriebsdauer von 46 Jahren. Man müsste die Windkraftwerke in dieser Zeit aber vier Mal vollständig ersetzen. Es entstünden reine Beschaffungskosten von 20 Milliarden CHF (4’000 * 5 Millionen CHF). Die Wartungskosten für diese 1’000 WKA würden sich während der 46 Betriebsjahre auf weitere 14 Milliarden CHF belaufen (46a * CHF 300’000.- * 1’000 WKA). Wir ersehen aus dieser einfachen Rechnung, dass auch mit einem alten, havarierten AKW, das seit 41 Jahren nur zur Hälfte seiner Kapazität liefern kann, immer noch wesentlich günstiger Strom produziert wird, als mit modernsten Windkraftwerken. Die schlechte Qualität des gelieferten Stroms aus Windkraft ist dabei noch nicht berücksichtigt. Die benötigte Grundfläche für die 1’000 Windkraftwerke (300m*300m*1’000) wäre um den Faktor 80 grösser als die Grundfläche des AKW Three Mile Island (3200m * 400m).

  • AKW Three Mile Island, Gesamtkosten mit Bau, Havarie und Rückbau: 8 Milliarden CHF. Darin sind auch Lohnkosten für 600 Mitarbeiter während 46 Jahren Betrieb gerechnet: 1.4 Milliarden CHF
  • Kosten bei gleicher Stromproduktion mit Windkraftanlagen: 34 Milliarden CHF
  • Flächenbedarf, Faktor: AKW=1, WKA=80

Kostenvergleich AKW Leibstadt

Das AKW Leibstadt ist noch lange am Netz. Seit 1984 liefert es jährlich ungefähr 8’000 GWh Strom. Bis zu seinem geplanten Produktionsende im Jahr 2034 wird es deshalb während 50 Jahren eine Gesamtmenge Strom von ungefähr 410’000 GWh produzieren. Für die gleiche Strommenge aus Windkraft benötigen wir ebenfalls vier Generationen von jeweils 2’000 Windkraftwerken. Weil es in der Schweiz weniger Windaufkommen hat, als in den USA müssen wir aber mindestens 3’000 Windkraftwerke in die Schweizer Landschaft stellen, um nur annähernd vergleichbare Verhältnisse zu erhalten. Diese 12’000 Windkraftanlagen kosten nach heutiger Rechnung CHF 72 Milliarden für Beschaffung und Bau. Für Unterhalt und Landpacht dieser Windkraftwerke müssen wir noch einmal CHF 46 Milliarden draufschlagen. Die CHF 118 Milliarden stehen bescheidenen Baukosten von CHF 3 Milliarden, kumulierten CHF 25 Milliarden Betriebskosten, demnach gesamthaft CHF 28 Milliarden für das AKW Leibstadt gegenüber. Entsorgungs- und Rückbaukosten, bei Windkraftwerken noch nicht berücksichtigt, fallen beim AKW Leibstadt keine mehr an, weil dafür seit Inbetriebnahme ein grosszügiger Fond gefüllt wird und dieses Geld bereits vorhanden ist.

  • AKW Leibstadt, Gesamtkosten mit Bau, Betrieb und Rückbau: 28 Milliarden CHF. Darin enthalten sind Lohnkosten für 500 Mitarbeiter während 50 Jahren Betriebszeit: 2.5 Milliarden CHF
  • Kosten bei gleicher Stromproduktion mit Windkraftanlagen: 118 Milliarden CHF
  • Flächenbedarf, Faktor: AKW=1, WKA=270

Für die vierfachen Kosten, dem hundertfach grösseren Landverbrauch, eine geringere Wirksamkeit, weniger Versorgungssicherheit und erhöhter Emission von Treibhausgasen erhalten wir mit Windkraft gleich viel Bruttoleistung Strom, verlieren aber Steuerbarkeit und Zuverlässigkeit der bisherigen Stromversorgung. Die daraus resultierende Kostendifferenz von CHF 90 Milliarden fliesst im Sozialgefüge unserer Gesellschaft von Unten nach Oben und unsere sozialistischen Politiker verkaufen das als «grüne Zukunft». Es leuchtet jedem durchschnittlichen Ökonomen ein, weshalb die Begeisterung für diesen asozialen Vorgang von Links bis Rechts breit abgestützt ist. Es findet das exakte Gegenteil von Karl Marx’ Kommunismus statt: Die Produktionsmittel und der Gewinn werden dezentral an die Profiteure der grünen Bewegung verteilt.

[ Ende Auszug aus dem Buch Entwarnung ]

Jana ist sich nun sicher: Kernkraftwerke sind am Ende günstiger, sicherer und zuverlässiger als praktisch alle anderen Produktionsarten von Strom. Und sie benötigen dafür viel weniger Platz als Photovoltaikanlagen und Windparks. Das Europaparlament, [M1344] die Kommission der EU [B3030] und die OECD [B3041] empfehlen die Nutzung der Atomkraft als beste und günstigste Lösung für die Erreichung der Klimaziele Europas und auch der Schweiz.

Zum Glück hat sie sich noch einmal selber über alles schlau gemacht. Das muss sie sofort ihren Kollegen in der Schule erzählen!

Was geschieht hier eigentlich?

Das ist ein offenes Fenster. Es zeigt ein Kernkraftwerk in der Ferne und die Katze Mimi, die in aller Ruhe ein Schläfchen hält und dabei leise schnurrt. Es ist das Fenster eines kleinen Hauses, nicht weit vom Kernkraftwerk entfernt. Hier wohnt die Familie Meier, die gerne aus dem Fenster schaut und dabei die interessante Nachbarschaft beobachtet.

Mimi ist die Katze der Familie Meier. Sie begleitet uns durch alle Fragen und Abenteuer der Familie Meier und drückt ihr aktuelles Befinden aus. Die Familie Meier bietet Mimi ein Zuhause.

Das sind (von Rechts) Mutter Ria Meier, Louisa, Balthasar und Jana. Mimi und ihre Familie schauen viel aus dem Fenster, geniessen die Aussicht und beobachten das nahe Kernkraftwerk. Weil die Katze Mimi praktisch den ganzen Tag und die halbe Nacht auf der Fensterbank verbringt, kennt sie das Kernkraftwerk am besten. Mimi ist eine schlaue Katze und sie zeigt echte Emotionen, die von unglaublicher Ruhe und Gelassenheit bis Ärger gehen. Das sieht dann so aus:

So ergeht es Mimi, wenn sich Ria in Zeitungen und Fernsehen abenteuerliche Geschichten über die Kernkraft erfahren muss. Besonders, wenn diese Geschichten gar nicht wahr sein können. Solche Sachen ärgern Mimi bis in die äusserste Spitze ihres Katzenschwanzes! Nur Hunde bellen aus purem Unwissen den Mond an!

Aber es dauert nicht lange und Mimi beruhigt sich wieder, schnurrt ganz entspannt, denn sie weiss, wie extreme Meinungen und unbelegte Behauptungen nichts zur Lösung beitragen. Sie sind eher ein Zeichen von Intoleranz und Unwissen! Es gibt nichts Schlimmeres, als Katzen, die ihrem Hund vorschreiben wollen, wen er anzubellen hat. Pfui!

Die Menschen um Mimi haben ganz unterschiedliche Meinungen zu Kernkraft. Das ist ihr gutes Recht! Mimi wird uns in diesem Kernkraft-Portal keine hirnrissigen Geschichten auftischen, so oder so nicht. Mimi ist es wichtig, das Thema so objektiv wie möglich anzugehen. Denn Kernkraft ist nicht einfach gut oder schlecht. Kernkraft hat wie alle Formen von Energie für die Menschen positive aber auch negative Seiten. Mimi kann hier nur die Information vermitteln, die ihre Menschen benötigen, um ein eigenes Urteil zu fällen. Das ist schon schwer genug, denn die persönlichen Meinungen gehen deshalb auseinander, weil jeder Mensch ganz bestimmte Vor- oder Nachteile für sich sieht, erkennt und dann zu seinem Vorteil annimmt. Vor- oder Nachteile die auf einem einfachen „Gefühl“ gründen und oft wenig Bezug zu wissenschaftlichen Fakten der Kernphysik oder Thermodynamik haben. Manchmal verrennen sich die Menschen um Mimi in eine Art Wahn. Sie können nicht anders als dagegen sein, egal was man ihnen erklären will. Diese Menschen haben oft kein Vertrauen in die Vernunft der Menschheit. Oder sie fühlen sich einer Gruppe zugehörig, die aus Prinzip dagegen ist, weil ja alle anderen in der Gruppe auch dagegen sind. Es gibt übrigens auch Gruppen die dafür sind, einfach deshalb, weil alle anderen in ihrer Gruppe auch dafür sind. Das findet Mimi irgendwie seltsam. Wenn man etwas weiss, weil man es ehrlich studiert hat, muss man doch nicht einfach alles nachplappern, was man in seinem Umfeld so hört!

Das ist dann der Moment, wenn Mimi etwas schulmeisterlich daherkommt und die Fakten auszubreiten beginnt. Es wird nun technisch und leicht mühsam. Denn wer will denn ernsthaft sein Wissen um Kernkraft erweitern? Es ist doch alles schon längst des Langen und Breiten gesagt!
Aber ich kann euch versichern, Mimi ist wirklich schlau. Sie weiss manchmal mehr als die Menschen in ihrem Umfeld. Sie ist begeistert von Kernkraft. Das ist eine Herausforderung für ihre Objektivität. Aber die Erkenntnisse sind manchmal wirklich überraschend und manch alter Atomhase muss leer schlucken, wenn er zähneknirschend erkennt: DAS HABE ICH NICHT GEWUSST! Kernkraft ist vor allem Wärme. Wenn es um ein warmes Plätzchen geht, kann man einer Mimi nichts vormachen! À propos „Plätzchen„? Wo ist meine Lasagne, JON?

Was geschieht hier eigentlich? Es geht um eine umweltfreundliche, günstige und sichere Energieversorgung mittels optimal umgesetzter Kernkraft und um die objektive Aufklärung all jener Bürgerinnen und Bürger, die genug haben von Energiestiftungen mit irreführenden Namen und politisch perversen Absichten. Sie haben genug von Politikern und Aktivisten, die über keine geeignete Qualifikation zur Beurteilung einer Landesversorgung verfügen und trotzdem meinen, die Bedeutungshoheit an sich reissen zu dürfen. Ihre aufdringliche Dauerpräsenz in der Öffentlichkeit soll darüber hinwegtäuschen, wie sie über keinerlei griffige Argumente verfügen und sich deshalb mit billigen Floskeln und lächerlicher Effekthascherei durch ihr peinliches Unwissen mogeln. Mimi und ihr Team bieten hier zuverlässige Aufklärung für ganz normale Leute, die es überdrüssig sind, in Medien haarsträubende Vorträge von Journalisten und Journalistinnen anhören zu müssen, Artikel über scheinbar gefährliche und unbezahlbare Kernkraft, triefend vor Pseudoweisheiten und davon fest überzeugt, durch die Teilnahme an einem Protestmarsch gegen AKW hätten sie das minimal notwendige Wissen und das Recht erlangt, die Kernkraft systematisch schlecht zu machen. Seit den 1960-er Jahren pflegen diese Untergangsgläubigen eine irrationale Atom- und Umwelthysterie in ihren Köpfen, die auch mit viel Toleranz und Verständnis von Kennern der Materie schon lange nicht mehr nachvollziehbar ist. Mimi räumt damit schonungslos auf und lässt es auch an der notwendigen Kritik an der Kernkraft nicht missen. Das hat selbstverständlich auch seine vollste Berechtigung.