
Bisher sind dazu 3 Studien unterschiedlicher Aussagekraft und Qualität bekannt. Die erste und wohl am meisten beachtete Studie ist die Studie „KiKK“ (Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken, [B1070]. Sie wurde vom deutschen Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegeben und im Jahr 2007 mit staatlichen Mitteln erstellt. Durch die Portierung über verschiedene einseitig argumentierende NGOs, Medien und Stiftungen im deutschsprachigen Raum Europas wurde sie bis zu ihrer vollständigen Demontage durch zwei wissenschaftlich wesentlich fundiertere Studien zum „Quasi-Standard“ der Diskussion um die Gefährlichkeit von Kernkraftwerken. Sie wurde damit zur Quelle riesiger Ängste von Eltern um ihre Kinder. Die Studie geistert noch heute durch alle Diskussionen, ihre verängstigende Aussage ist kaum mehr aus den Köpfen junger Eltern zu bringen. Sie weist massive methodische Fehler und Unterlassungen auf. Sie kann beim besten Willen nicht als „wissenschaftlich“ bezeichnet werden, sondern ist ein typischer Auswuchs der weitverbreiteten Propaganda der extremen Atomkraftgegner in deutschen Behörden, Medien, Stiftungen und NGOs. Sie ist auch ein typisches Beispiel, wie „Wissenschaftlichkeit“ von Atomkraftgegnern konstruiert und missbraucht wird. So kommt die Studie mit konstruierten Daten und vielen Pseudoerkenntnissen zum fatalen Fehlschluss: „Die vorliegende Studie bestätigt, dass in Deutschland ein Zusammenhang zwischen der Entfernung des Wohnorts vom nächstgelegenen Kernkraftwerk zum Zeitpunkt der Diagnose und dem Risiko besteht, vor dem fünften Geburtstag an Krebs (oder Leukämie) zu erkranken.“ [B1070], Seite 19

In der Einführung zur KiKK-Studie zeigt sich schon die vorsichtige Distanzierung des Bundesamtes für Strahlenschutz: „[…] Das BfS übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, die Genauigkeit und Vollständigkeit der Angaben […]“. Es scheint, niemand hat diese Studie je wirklich gelesen, geschweige denn „studiert“. Es fällt jedem aufmerksamen Leser sofort auf, dass hier etwas nicht stimmen kann. Die beschriebene Methodik zeigt, dass weder Aufenthaltsdauer, noch Windrichtung des Wohnorts noch effektive Messwerte der Strahlenbelastung berücksichtigt wurden. Die unter anderem erwähnte Studie zu den Verhältnissen um die Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield GB kann als Vergleich nicht annähernd funktionieren, weil da die Strahlenbelastung nachweislich wesentlich höher ausgefallen ist und mit dem direkten Ausstoss eines regulären KKW nicht verglichen werden kann. Es handelt sich bei der KiKK-Studie um ein Beispiel für die in den Atomkraftgegnerkreisen oft angewendete Unterordnung von Wissenschaft namens „Agenda-Wissenschaft„. Sie ist nach allen gängigen Auslegungen des Begriffs „Wissenschaft“ näher am exakten Gegenteil davon. Denn eine wissenschaftliche Arbeit, die einer z.B. politischen oder technischen Agenda folgt, kann nicht objektiv auf die Fakten eingehen, weil sie unliebsame Fakten im Vornherein ausschliesst.

Eine belastbare, wissenschaftliche Schweizer Studie namens CANUPIS kommt im Jahr 2013 zu folgendem Schluss: „Zusammenfassend ergab diese landesweite Kohortenstudie – unter Berücksichtigung von Störfaktoren und unter Verwendung der exakten Entfernungen zwischen den Wohnorten bei Geburt bzw. Diagnose und den nächstgelegenen Kernkraftwerken – kaum Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Risiko für Krebserkrankungen im Kindesalter und dem Wohnen in der Nähe von Kernkraftwerken.“ [B1030, Seite 12]

Eine kanadische Studie bestätigt die Erkenntnisse der Schweizer Studie im Jahr 2013 später: „Es gibt keine Hinweise auf Häufungen von Krebserkrankungen bei Kindern (insbesondere Leukämie) in der Nähe der drei untersuchten Kernkraftwerke in Ontario (Pickering, Darlington und Bruce). Insgesamt lässt sich für keine der Altersgruppen und an keinem der drei Standorte ein einheitliches Muster einer erhöhten Krebsinzidenz feststellen; dieses Ergebnis steht im Allgemeinen im Einklang mit früheren Studien.“ [B1055, Seite 19]
Rea und Louisa sind erleichtert. Es gibt keinen Grund, Angst vor ihrem Kernkraftwerk zu haben. Weder für Ria noch für Louisa besteht eine Gefahr durch den nahen Betrieb irgendeines Kernkraftwerkes.

Mimi ist von der Verantwortungslosigkeit korrupter Wissenschaftler äusserst enttäuscht und verärgert. Sie meint, wie kann man mit gutem Gewissen solche Ängste in der Bevölkerung verbreiten, wie das Atomkraftwerksgegnern nahe stehende Organisationen und Wissenschaftler tun? Das ist an Unseriosität nicht mehr zu überbieten und sollte dringend als Straftatbestand gemäss Artikel STGB 258 [B1038] bestraft werden. Drei Jahre im Knast darüber nachdenken, was solch falsche Behauptungen in der Bevölkerung anrichten, wäre eine angebrachte Auszeit, um sich als Atomkraftgegner und korrupter Wissenschaftler zu überlegen, was man in Zukunft besser machen könnte im Leben. Zum beispiel: Ehrliche Wissenschaft betreiben.
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