Die Schweizer Kernkraftwerke wurden in der Mitte der 1960-er Jahre als umweltfreundliche Alternative zu neuen Kohle- und Gaskraftwerken geplant. An ihrer hervorragenden Umweltverträglichkeit hat sich seit dieser Zeit nichts geändert. Sie haben sich alle als zuverlässige und sichere Kraftwerke bewiesen. Es gibt bis heute keine gefährlichen Unfälle oder wesentlichen Störfälle, welche die Natur, die Menschen oder die unmittelbare Nachbarschaft der Kernkraftwerke in Mitleidenschaft gezogen hätten. Der Strompreis ist konkurrenzlos günstig, die Zuverlässigkeit hoch und die Umweltemissionen geringer, als bei jeder anderen Technologie zur Umwandlung von Energie in Strom.

1969: Das KKW Beznau 1 geht als erstes kommerzielles Atomkraftwerk der Schweiz in Betrieb. 1971: Das KKW Beznau 2 folgt als zweiter Block am Standort Beznau. Diese ersten Atomkraftwerke der Schweiz helfen mit der Verteilung der Abwärme über die REFUNA auch seit Jahrzehnten, im Winter Häuser und Wohnungen wohlig warm zu halten. Diese tolle Option, die jedes Kernkraftwerk bieten kann, wird leider viel zu wenig eingesetzt. Abwärme nützen für Heizung, Warmwasser oder sogar Prozessenergie für thermochemische Verfahren – das kann nur die Kernkraft! Beznau macht uns das seit langer Zeit vor und kaum jemand scheint es zu bemerken. Die KKW Beznau 1 und 2 erzeugen pro Jahr durchschnittlich 4,5 Terawattstunden Strom. Seit der Inbetriebnahme bis 2026 demnach ca. 250 Terawattstunden.

1972: Das KKW Mühleberg nimmt den Betrieb auf. Es schaut seit damals für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung in der Westschweiz. Das KKW Mühleberg wurde leider im Zuge der Fukushima – Krise (Erdbeben, Tsunami und Havarie des KKW Fukushima Daiichi in Japan 2011) im Jahr 2019 „aus wirtschaftlichen Gründen„, wie der Betreiber damals sagte – definitiv vom Netz genommen. Es wird nun bis ins Jahr 2034 professionell zurückgebaut. Schon im Jahr 2022 mit der drohenden Energiekrise in Europa, verursacht durch den Ukrainekrieg, hätte man die Leistung von Mühleberg gerne wieder am Netz gesehen. Wenn Politiker und Unternehmer vor der Antiatomlobby einknicken, führt das genau zu solch unsinnigen und teuren Fehlentscheiden, wie die Abschaltung eines KKW Mühleberg, das sich bis zu seiner unnötigen Abschaltung in einem einwandfreien, sicheren Zustand befunden hat. Aus purem Unwissen hat die Schweizer Politik damals auf die Atomkraftgegner gehört, die dem KKW Mühleberg ernsthaft vorgeworfen haben, „… es hätte den gleichen Reaktortyp, wie in Fukushima …“. Heute wissen wir, dass das nur ein weiterer fauler Propagandaspruch der vereinigten Atomkraftwerkgegner war. Der Reaktortyp des KKW Mühleberg war tatsächlich technisch sehr ähnlich – aber die gesamte Risikoanalyse war nicht zu vergleichen und die längst installierten Sicherheitsmassnahmen des KKW Mühleberg haben beim KKW Fukushima schlicht und einfach gefehlt. Das KKW Mühleberg hat bis zu seiner Abschaltung im Jahr 2019 pro Jahr durchschnittlich 4,5 Terawattstunden Strom produziert. Seit der Inbetriebnahme 1972 bis 2019 demnach ca. 102 Terawattstunden. Hätte es der Betreiber BKW nicht zu früh und unnötig abgeschaltet, hätte es seit 2019 schon wieder 21 Terawattstunden liefern können. Eine Menge, wozu ein für Schweizer Verhältnis sehr gut bewindetes Windkraftwerk ganze 5’000 Jahre die Landschaft verschandelt, tausende Fledermäuse und viele Greifvögel getötet und am Ende niemals auch nur eine Sekunde die gleiche Stromqualität hätte liefern können, wie das ein KKW Mühleberg getan hat. Man glaubt es kaum … Und das in einer Zeit, als die KKW in Frankreich gerade häufiger gewartet wurden und deshalb fast zu wenig Strom im Netz Europas angeboten wurde. Man rechne und staune …

1979: Das KKW Gösgen wird ans Netz angeschlossen. Es hatte von Beginn weg etwa die dreifache Leistung, wie Beznau 1. Gösgen ist unter den stabilen und sicheren KKW wohl das sicherste. Es läuft seit damals dermassen störungsfrei, dass man die wenigen INES-Meldungen der Stufe 0 und 1 (absolut unkritisch, müssen aber dem ENSI trotzdem gemeldet werden) kaum erwähnen kann. Das KKW Gösgen hat bis zu 2026 pro Jahr durchschnittlich 8 Terawattstunden Strom produziert. Seit der Inbetriebnahme 1979 demnach ca. 376 Terawattstunden.

1984: Das KKW Leibstadt – das jüngste und leistungsstärkste AKW der Schweiz geht in Betrieb. Der Siedewasserreaktor ist etwas schwieriger zu steuern und weist deshalb auch etwas mehr Störfälle geringer Bedeutung aus. Eine Störungsmeldung der INES-Stufe 2 musste abgesetzt werden, weil es den Verdacht gab, einige Brennelemente seien nicht genügend gekühlt worden (Dryout). Die bei der Wartung gefundenen Ablagerungen hatten aber eine unkritische Ursache. Trotzdem war das KKW Leibstadt deswegen mehrere Monate abgeschaltet und durfte erst wieder „kritisch werden“, als das ENSI die Unbedenklichkeit dieses technischen Details festgestellt hat. Der Vorfall ist ein hervorragendes Beispiel, wie die Schweizer KKW beim kleinsten Zweifel an der Sicherheit handeln und die Ursachen wissenschaftlich abklären. Dieser im nachhinein „unkritische“ Vorfall hat den Betreiber einige Millionen CHF gekostet. Das strenge Vorgehen der Schweizer Aufsichtsbehörde war typisch und ist nur als völlig richtig zu bezeichnen. Das KKW Leibstadt hat bis 2026 pro Jahr durchschnittlich 9,5 Terawattstunden Strom produziert. Seit der Inbetriebnahme bis 2026 demnach ca. 399 Terawattstunden.

Unterstützung durch klare Positionierung in der Öffentlichkeit
Es ist leider immer noch schwierig, wenn man sich in der Öffentlichkeit als Verfechter einer sicheren Stromversorgung outet. Man kann heute jeden Blödsinn ins Internet stellen oder Mörder wie Ernesto Che Guevara und Fidel Castro verehren und wird dafür beklatscht. Wenn man sich für eine ehrliche Sache einsetzt und der sozialen Marktwirtschaft der Schweiz eine gesicherte Stromversorgung gönnt, wird man frech angemacht und von toleranten Aktivisten intolerant bedrängt. Das muss aufhören und dazu setzt man am besten ein klares Zeichen für eine vernünftige Energiepolitik. Empfehlung: Gut sichtbar ans Heck des Autos kleben und lange Zeit viel Freude daran haben. Das Signet wird international von allen Freunden der Atomkraft in ähnlicher Weise verwendet:

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