Kosten eines Neuen Kernkraftwerkes für die Schweiz

In der Debatte um die Aufhebung des Neubauverbots zeichnet sich eine zunehmend einseitige Betrachtung der Baukosten ab. Es handelt sich um den letzten Strohalm der Atomkraftgegner in ihrem Kampf gegen Windmühlen in der Form von Kernkraftwerken. Die Wissenschaft wird von beiden Seiten gerne bemüht, ihr vermeintliches „Wissen“ einer breiten Öffentlichkeit kundzutun. Es zeichnet sich seit Jahrzehnten ab, dass gerade die Wissenschaft nicht objektiv berichten kann. Es ist Agendawissenschaft, wenn Wissenschaftler nicht die Fakten, sondern ihre ganz eigene Ideologien als Basis und Agenda verwenden und ihre Reputation als „Wissenschaftler“ schamlos für politische Propaganda missbrauchen.

Nicht überraschend agieren auch in den Akademieen der Wissenschaft Schweiz solche Geister. Mit dem heuchlerisch akademisch verpackten Bericht mit dem Namen „Wieviel könnte ein neues Kernkraftwerk in der Schweiz kosten […]?“ versucht Dr. Urs Neu mit äusserst umstrittenen Zahlen und wenig nachvollziebaren Fakten die Kosten eines neuen Kernkraftwerkes auf sagenhafte 43 Milliarden CHF zu hebeln. Die Absicht dahinter ist klar: Den Wählern soll damit die Angst vor massiven Kostenüberschreitungen beim Bau eines neuen Kernkraftwerks eingepflanzt werden, ein Argument, das direkt aus der Küche der gut organisierten Atomkraftgegner kommt und von diesen bei ihren gleichgeschalteten Pseudowissenschaftlern der Umwelt- und Klimabewegung immer wieder mal bestellt werden. Die Resultate sind oftmals erbärmliche „Studien“, deren Aussagekraft sich auf reine „Polit-Propaganda“ beschränkt. Wissenschaft ist das Letzte, was solche Studien in die Gesellschaft tragen wollen. Denn Wissen ist Gift für die schwachen Argumente der Umweltaktivisten. Zu ihrem Glück wird es kaum soweit kommen, dass sich eine spürbare Verbesserung bei der Informationslage in der Stimmbevölkerung zum Thema Energieversorgung einstellt. Dafür sorgen die Leitmedien wie das Schweizer Fernsehen oder die Deutschen Fernsehnachrichten zuverlässig. Sie halten die Bevölkerung in einem gewollt narkotisierten Zustand: Bildung ist nicht nötig, seichte Unterhaltung ist viel wichtiger für die Werbeeinnahmen. Bücher, die diesen Zustand umfassend aufzeigen gibt es längst [L1176], kaum jemand scheint sich dafür zu interessieren, wie uns diese Plattformen über gewisse Themen entweder falsch, einseitig oder gar nicht informieren. Der Filter dazu ist einfach definiert: Alle linken Themen wie Atomkraft, Migration und Verteidigung werden in den Redaktionen der deutschsprachigen Tagesschauen sorgfältig darauf geprüft, dem politischen Gegner weder direkt noch indirekt zu helfen. Manchmal hat man den Eindruck, die Redaktionen würden einfach die Pressemitteilungen von Greenpeace, WWF, Schweizer Energiestiftung und Grüne Partei vortragen. – Ungeprüft und unter systematischer Auslassung einer möglichen, „alternativen“ Meinung dazu.

Der ehemalige Leiter der Abteilung Kernkraftwerke des ENSI, Dr. Georg Schwarz hat die „Studie“ detailliert analysiert und kommt mit der Veröffentlichung der Analyse am 2. Oktober 2026 zum Schluss:

„Das gesamte Narrativ des Akademieberichts erweist sich als darauf ausgerichtet, eine maximale Kostenlast für zukünftige Kernkraftwerksneubauten in der Schweiz zu konstruieren.“

Die NZZ veröffentlicht dazu bereits am 6. September 2026 einen Artikel aufgrund eines nichtöffentlichen Briefes von sieben ETH-Professoren, die diese Studie ebenfalls scharf kritisieren. In diesem Brief werfen sie dem Studienleiter Urs Neu und den Akademieen der Wissenschaft Schweiz massive Verstösse gegen wissenschaftliche Standards vor:

  • Der ehemalige ETH-Präsident Lino Guzzella hat den Brief nicht unterschrieben, kann den Frust der Kernforscher aber nachvollziehen: «Die Studie weist methodische Schwächen auf und entspricht nicht meinem Verständnis von wissenschaftlichen Arbeiten.»
  • Dem Brief der sieben ETH- und EPFL-Koryphäen ist laut NZZ zu entnehmen, die Untersuchung sei das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurde. Die Liste der monierten Mängel ist lang. So sei «nicht nachvollziehbar» und «unklar», wie die 43 Milliarden Franken überhaupt berechnet worden seien. Es sei nicht transparent, welche Annahmen zu einer solch hohen Zahl geführt hätten. Die Experten klagen, der Wert habe sich in der Debatte fälschlicherweise bereits als «wissenschaftlich belastbare Kostenschätzung» etabliert. Dabei sei er «unhaltbar». Wenn man anerkannte Modelle anwende, komme man zu viel tieferen Beträgen. Fazit der professoralen Kritik: «Selbst unter pessimistischen Annahmen» sei ein so hoher Betrag von 43 Milliarden nicht herzuleiten.
  • Jean-Marc Piveteau, Präsident der Akademie der Naturwissenschaften muss einen peinlichen Fehler einräumen. Wegen eines «Tippfehlers» stehe eine falsche Zahl in der Publikation, und so sei die Herleitung der Zahl nicht mehr ganz klar. Solche Studien, die dann nach der Veröffentlichung korrigiert werden müssen, kennen wir aus den ersten alarmistischen Klimastudien: Bei genauerer Analyse entpuppen sie sich oft als mit falschen Zahlen, Methoden und mangelnder Wissenschaft ausgeführte Pamphlete von „Ideologen im Wissenschaftlichen Schafpelz„.
  • Der Entwurf sei gemäss Dr. Urs Neu mit den zehn Expertinnen und Experten der Energiekommission der Akademien und externen Fachleuten ausführlich diskutiert und überarbeitet worden. Einfachheitshalber ist Dr. Urs Neu gleich Mitglied und sogar Präsident dieser Kommission. Er hat demnach mindestens teilweise mit sich selber über seinen Report diskutiert.
  • Mindestens Dr. Urs Neu ist in der Branche als Atomkraftgegner bekannt. Es ist anzunehmen, dass seine Kollegen und Kolleginnen in der Kommission in einer Mehrheit ebenfalls Atomkritiker sind. Das wäre in Ordnung, wenn es dazu eine Deklaration geben würde. Gibt es aber nicht. Der Bericht ist reine Agendawissenschaft.

Es gibt dazu viele auch seriöse Studien zu den Kosten von Kernkraftwerken. Es ist aber gar nicht sinnvoll, auf den Baukosten herumzureiten. Denn innert der Laufzeit eines grossen Kernkraftwerkes (heute 80 Jahre) wird dermassen viel günstiger Strom von hervorragender Qualität produziert, ist die Versorgungssicherheit dermassen hoch, dass die Baukosten am Ende niemanden mehr interessiert. Es ist viel Geld, aber mit Geld alleine kann man keine Energieversorgung ersetzen. Man muss damit schon etwas „erschaffen“.

  • Die OSZE rechnet mit Baukosten von rund 13 Milliarden CHF, allerdings für ZWEI Kernkraftwerke in der Schweiz.
  • Die Baukosten müssen in Relation zu einer zukünftigen Leistung / Strommenge gesehen werden. Man kann nicht Ein Apfel (1 Smal and Medium Reactor) mit einer ganzen Kiste Birnen (1 Grosser Kraftwerkskomplex wie Hinkley Poin C) vergleichen.
  • Economie Suisse zeigt in einer Dokumentation auf, dass die Subventionen für Windkraftwerke und Solarmodule wesentlich teurer zu stehen kommen, als Subventionen für neue Kernkraftwerke.
  • Die Kosten für Regelenergie im zunehmend volatilen Stromnetz, die mehrere Hundert Millionen Franken pro Jahr ausmachen und zu einem erheblichen Anteil durch die Erneuerbaren Wind und Solar verursacht werden, können einzelnen Energieträgern nicht klar zugrechnet werden, sind nicht durch die Kernkraftwerke verursacht. Kernkraftwerke im Netz stabilisieren das Stromnetz und gleichen die enormen Schwankungen aus. Dieser technische und finanzielle Vorteil der Kernkraft gegenüber den Erneuerbaren muss in die Kostenrechnung zum Neubau eines KKW mit einfliessen. Er verbessert die Argumentationslage zu Gunsten der Kernkraft erheblich.
  • Ein neues KKW ist für die Schweiz wie ein grosses Sparschwein. Alle werfen ein paar Fränkli rein und raus kommt am Ende eine wunderbare Menge, feiner, sauberer und sicherer Energie. Für ALLE, auch für die Atomkraftgegner! Damit wir es auch in Zukunft schön warm bei uns haben, genug Energie für die Wirtschaft vorhanden ist und die ewigen Angsthasen und Zögerer endlich ihre ideologischen Scheuklappen ablegen können.

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