Neue Kernkraftwerke für die Schweiz ?

Neue Kernkraftwerke scheinen es in der Schweiz nicht nur aus politischen und ideologischen Gründen sehr schwer zu haben. Projekte werden oft auch durch das globale Geschehen verhindert. Im Falle des nie gebauten Kernkraftwerks „Kaiseraugst“ geschah in den Tagen der endgültigen Entscheidung die Atomhavarie im Ukrainischen Pripjat mit dem Namen „Tschernobyl“. Auszug aus dem Buch „Entwarnung“:

28. April 1986: An der 12. ordentlichen Generalversammlung der KWK strahlt der in seinem Amt bestätigte Präsident Eugène Tappy Optimismus aus. An der Umsetzung und Realisierung des AKW Kaiseraugst zweifeln nur noch wenige. Am Nachmittag des gleichen Tages verbreiten sich erste Gerüchte, es habe sich ein schwerer Reaktorunfall in Europa ereignet. Ein Schwedisches Atomkraftwerk in der Nähe von Stockholm wird abgeschaltet, weil sich in seiner Umgebung auffällig hohe Strahlung nachweisen lässt. Erst Nachprüfungen vor Ort zeigten, dass die Strahlung nicht aus Schweden stammen kann.

Was in der Folge dieser grossen Atomhavarie in Europa geschah, ist Geschichte: Die Atomkraftgegner laufen weltweit zu einer nie gesehenen Höchstform auf, weil sie nun glauben, sie hätten den endgültigen Beweis der Gefährlichkeit von Kernkraft erbracht. Das übliche Spiel der Linken Angstmacherei beginnt. Es ist das immergleiche Spiel, das nichts mit Fakten oder Wissenschaft zu tun hat. In der Folge entstehen die bekannten Vorurteile und die simple Vergleichung aller Kernkraftwerke mit diesem einen mit dem Namen Tschernobyl. Typisch ist dabei, wie Atomkraftgegner unfähig sind zu differenzieren zwischen sicheren KKW und unsicheren KKW. Westliche KKW haben mit Beginn der Arbeiten eine höhere Sicherheit schon während der Planungsphase erreicht. Das KKW Tschernobyl verfügte über einen hochgefährlichen Reaktortyp, wie er im Westen aus Sicherheitsgründen nie zum Einsatz kommt. Die katastrophalen Betriebsumstände in Tschernobyl waren damals bis heute im gesamten Westen unerreicht. Das spielte für die KKW Gegner aus dem Westen keine Rolle, ohne jegliche Fakten zu kennen, schreien sie noch heute den gleichen Unsinn wie damals in die Welt hinaus. Politiker aus allen Lagern sind heute in Physik so ungebildet wie damals. Bevor ein einziger Untersuchungsbericht über die Havarie vorliegt, werden sofort alle Kernkraftwerke der Welt in den gleichen Topf geworfen, weil praktisch niemand in den Medien und der Politik in der Lage ist, objektiv zu urteilen oder berichten zu können.

In den Jahren nach Tschernobyl hat die unbegründete Generalablehnung gegen die Kernkraft stetig abgenommen, die bestehenden KKW Beznau, Gösgen, Leibstadt haben gut und sicher funktioniert. Das lässt die Bevölkerung in einer Mehrheit wieder zur energetischen Vernunft zurückkehren. Ein neuer Anlauf für weitere Kernkraftwerke in der Schweiz wird nun in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends angestossen. Bei den bestehenden KKW Mühleberg, Gösgen und Beznau sollten drei neue, grössere KKW entstehen. Private Unternehmen haben die Planung begonnen und mit umfangreichen Gesuchen um eine „Rahmenbewilligung“ an das ENSI den Stein ins Rollen gebracht. Die Gesuche Mühleberg [B3067], Beznau [B3066] und Niederamt [B3065] (Gösgen 2) wurden durch das ENSI begutachtet und zur weiteren Umsetzung an den Bund empfohlen. Und wieder sollte dieses Unterfangen von einer globalen Krise behindert werden:
Am 11. März 2011 findet vor der Region Tohoku ein unterseeisches Erdbeben der Stärke 9.0 statt und zerstört in der Folge mit zwei teils 15 Meter hohen Tsunamis die gesamte Infrastruktur des Japanischen KKW Fukushima Daiichi. Die Atomkraftgegner spüren sofort den gleichen Aufwind, wie bei Tschernobyl, die Politiker reagierten zumindest im deutschsprachigen Europa genau gleich hysterisch und sinnlos, wie 1986. Der Druck der Atomkraftgegner auf die Politiker steigt, die Medien schüren Angst und unterstützen den politischen Druck zur Abschaltung aller Kernkraftwerke in Europa: Textauszug aus dem Buch „Entwarnung“.

In der Schweiz habe Bundesrätin Doris Leuthard die Gesuche um den Neubau von weiteren AKW sistiert. «Bis zu einer Wiederaufnahme der Verfahren soll das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat den Unfallhergang in Japan analysieren und Schlüsse für die Schweiz ableiten.» Ausserdem ordnet sie eine vorzeitige Sicherheitsüberprüfung für alle Atomkraftwerke an. Das würde den für das Jahr 2012 erwarteten Entscheid verzögern. «Während die betroffenen Stromkonzerne den Entscheid mit zurückhaltendem Verständnis taxierten, sehen sich SP und Grüne in ihrem Ruf nach einem Atomausstieg bestärkt. Auf bürgerlicher Seite wird die Aussetzung der Verfahren als «überhastet» kritisiert, da Erkenntnisse aus dem Unfall in Japan auch im laufendenVerfahren hätten berücksichtigt werden können.»

Als Energieministerin hat Doris Leuthard nach „Fukushima“ und vor lauter Panik damals auch „vergessen„, ihre Mitminister für die eigenmächtige Sistierung der neuen KKW-Gesuche um Rat zu fragen. Sie mutiert jeden Rat der Vernünftigen ignorierend und total charakterlos von Sauline zu Pauline und findet Windkraftwerke auf jedem Hügel der Schweiz nun plötzlich ganz in Ordnung. Die vielen Atomkraftgegner in ihrem politischen und wohl auch privaten Umfeld haben sie überzeugend weichgekocht. Das bekannte „Stockholm-Syndrom“ wirkt bei Doris nachhaltig. Noch im Jahr 2026, längst als Energieministerin zurückgetreten, wird sie den unkritischen Medien beteuern, dass das die einzig richtige Entscheidung war. Auch hier verhält sie sich ganz gleichgeschaltet, wie ihre deutsche Mentorin, die deutsche Alt-Kanzlerin Angela Merkel. Doris ist eben doch ein Schätzchen – zumindest aus der Sicht der Atomkraftgegner, den Linken und den Grünen. Denn Doris war brav gläubig und hat genau die Anweisungen ausgeführt, welche die Atomkraftgegner als „moralisch richtig“ belohnen. Danke Doris!

Die reuige Magistratin wird von den Lieben und Guten für ihren Wankelmut sehr geschätzt

Ohne jegliche Grundlage aus den vielen Untersuchungsberichten zu Fukushima Daiichi, die auch hier wieder den absolut chaotischen und hochrisikobereiten Betrieb eines weit entfernten KKW belegen, basteln die meisten Medien, die Grünen, Linken und ihre Atomkraftgegner das wunderschönste Lügengebilde gegen die Atomkraft. Zwei Wochen später fallen auch die bürgerlichen Politiker der Schweiz um. Doris Leuthard kopiert ihr grosses Vorbild der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Entscheid, keine neuen Atomkraftwerke mehr zu bauen. Der neue Kernkraftboom ab 2021, der selbst die EU dazu bewog, Kernkraft als „Sichere und umweltfreundliche Energie“ zu bezeichnen, straft Doris Leuthard und Angela Merkel in ihren vorschnellen Entscheiden lügen. Beide Politikerinnen scheinen nicht im Ansatz zu ahnen, welchen Schaden sie mit ihrer krankhaften Anerkennungssucht an ihren Nationen verursacht haben. Die aktuelle deutsche Energieministerin, Katharina Reiche, bezeichnet den Atomausstieg der Generation Merkel/Leuthard als «schwere Fehlentscheidung».


Die Diskussion um neue Kernkraftwerke ist im Jahr 2026 wieder Thema im Schweizerischen Bundesparlament. Das Neubauverbot von 2017 wird aufgehoben. Die Atomkraftgegner ergreifen erwartungsgemäss das Referendum und sind bereits wieder am lügen, mauscheln und konstruieren. Das Referendum zum Parlamentsentscheid zu Gunsten neuer KKW in der Schweiz wird wohl abschliessend darüber entscheiden, ob die Schweiz wieder zurück zur energetischen Vernunft kommen kann. Bis zur nächsten Atomhavarie, die NICHTS aber auch gar nichts mit der Sicherheit der Schweizer Kernkraftwerke zu tun hat …

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